„Meditation für Skeptiker“ – im Selbstversuch

Dieser Blog setzt sich im Selbstversuch mit dem Buch “Meditation für Skeptiker – Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst” von Ulrich Ott auseinander. Das Buch ist zugleich ein praktischer Ratgeber für alle, die Meditation lernen wollen und eine Einführung in den Stand der Forschung zur Meditation. Es hat den Anspruch, ohne esoterisches und dogmatisches Beiwerk auszukommen und gibt viele Anregungen experimentell und am eigenen Leib die passende Art des Meditierens für sich heraus zu finden. Alle Leser sind herzlich eingeladen, den Blog mit eigenen Kommentaren, Erfahrungen und Erkenntnissen zu bereichern.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 3 Kommentare

Achtsamkeitsglocke – am besten auf stumm stellen?

Unter mindful-apps.com kostenlos eine “Achtsamkeitsglocke” auf mein neues smartphone geladen. Eben stand ich mit der Nachbarin in der Tür, da ging plötzlich hell und klar der Gong los. Ich weiß nicht, was sie dachte, wer bei mir ist. Irgendwie muss man auf Fragen gefasst sein und das Leben wird nicht einfacher … Vielleicht doch ein verzichtbares Hilfsmittel? Zumindest aber ein stumm stellbares ;-) .

Veröffentlicht unter Sein, Uncategorized | 2 Kommentare

Lärm im Gehirn

Nichts bestimmtes zu denken ist anstrengender, energieaufwändiger für das Gehirn als konzentriert oder achtsam zu sein – das ist die wirklich erstaunliche Nachricht, wenn es um den Default-Modus (S. 98) geht. Und es deckt sich mit den Erfahrungen: Wenn wir wirklich “bei der Sache” sind, in etwas aufgehen oder achtsam dem begegnen, was im Augenblick ist, fühlt sich das leicht an. Unser “Standby-Modus” ist aber ein anderer. Wenn nichts zu tun ist, beschäftigen wir uns mit dem, was kommt oder mit dem, was war. Dabei können eine Menge Emotionen (Scham, Angst, Ärger …) hoch kommen. Und damit fertig zu werden, das strengt an. Meditieren sieht von außen meistens gleich aus – aber von innen “hört” es sich sehr unterschiedlich an. Für mich ist der Lärm im Kopf das Indiz, ob ich wirklich meditiere oder einfach nur rumsitze.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Das wilde Tier Angst

Es passieren täglich Dinge, die mir Angst machen oder sagen wir lieber: die mich verunsichern, mir ein flaues Gefühl im Bauch machen. Merkwürdigerweise sind es nicht die großen Katastrophen (Tsunamie, Fukushima), sondern eher alltägliche Begebenheiten, die Angst auslösen und mir den Atem abschnüren. Es ist interessant, zu beobachten, was damit “unter der Meditation” geschieht: Die Meditation schafft so etwas wie einen Sicherheitsabstand, der es ermöglicht, “das wilde Tier Angst” zu beobachten, anzuschauen. Ich muss mich nicht verteidigen, ich muss nicht weg laufen. Ich kann einfach ruhig sitzen bleiben und zuschauen, was passiert: Sie verschwindet nicht und sie fällt mich nicht an. Ich bin da. Die Angst ist da. Aber sie macht nicht mehr so einen Stress. Auf Seite 72 steht, was dabei im Gehirn passiert: Dass bei Menschen, die meditieren, tatsächlich die Nervenzelldichte im rechten Mandelkern abnimmt. Das ist die Hirnstruktur die mit dem Gefühl der Angst in Verbindung gebracht wird.  Zwar nehmen wir unsere Angst nach wie vor wahr aber wir sind nicht mehr so von ihr getrieben und bestimmt, wenn wir lernen, darauf zu verzichten, “Öl ins Feuer” zu schütten oder wegzurennen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Neues zum Thema “Zukunft der Arbeit”

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Tipp: “Meditation” im Online-Fernsehen

Auf 3-sat, (Vivo) kam am Samstag ein sehr empfehlenswerter Beitrag über Meditation, den man in Ruhe online nachholen kann (und Dr. Ulrich Ott ist mit von der Partie):

Vivo: Meditation: http://www.3sat.de/page/?source=/vivo/151980/index.html.

Neben dem Film finden sich in der “3 sat-Mediathek” noch einige interessante Extra-Materialien, wie Buch-Rezensionen und ein Paper zu “Freiheit hinter Gittern”, Meditation im Gefängnis.

Veröffentlicht unter Wozu meditieren? | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

“Liebevolle Güte” II

Der Hinweis auf Seite 74, dass es einem selbst (sogar was die Immunabwehr angeht)besser geht, wenn man sich in einer wertschätzenden, “gütigen” Haltung anderen gegenüber übt, hat mich ja schon am 5.11.10 beschäftigt. Die Idee ist so einfach: Wenn ich mit mir selbt gut umgehe, eine Haltung der Freundlichkeit mir selbst gegenüber kultiviere, dann kann ich sie auch auf andere ausdehnen und es geht mir und den anderen besser dabei. Und dann regt sich das große ABER! Aber: Was tu ich, wenn mir jemand an der Kasse seinen Einkaufswagen in die Ferse rammt? Aber: Was tu ich, wenn zum fünften Mal in einer Woche ein Reklameanruf kommt? Was tu ich, wenn ich unfair, unfreundlich, unverschämt behandelt oder angegriffen werde? Soll ich dann mit “liebevoller Güte” reagieren? Ich habe gelernt, dass man klare Grenzen setzen muss. Dass ich mir nicht alles gefallen lassen brauche. Meine Güte! Ich bin doch nicht Mutter Theresa! Ich muss zugeben, dass ich mit dem Thema am Kämpfen bin. Vielleicht macht es dieser buddhistische Begriff der “liebevollen Güte” unnötig schwer. Der klingt übermenschlich. Vielleicht täte es schon “Freundlichkeit”, “Wertschätzung”? Vielleicht lösen sich dann die Widersprüche auf. Wenn ich mich souverän und innerlich gefestigt fühle, kann ich freundlich sein und mein Handeln lenken (statt einfach nur vollautomatisch zu “kontern”). Dann kann ich sogar besser reagieren und handeln. Der Einkäufer hinter mir, hat es nicht absichtlich getan. Wenn ich nach dem “Aua!”nicht gleich schimpfe mache ich ein kleines Zeitfenster auf, das eine Entschuldigung möglich macht. Die Frau im Callcenter muss dringend Geld verdienen und hätte auch lieber einen andern Job. Wenn ich einfach nur entnervt aufknalle, weiß sie nicht, was los ist und kann keinen Vermerk machen, dass ich von der Liste gestrichen werde. Eigentlich wissen wir das ja aus der Verhandlungs- und Konfliktpsychologie (z.B. Harvard-Konzept), wie wichtig eine wertschätzende Haltung dem Konfliktpartner gegenüber ist, wenn man den Konflikt lösen und nicht eskalieren lassen will. Eine Haltung der Freundlichkeit macht uns eben nicht zu gefühligen, weichlichen Gestalten ohne eigenes Rückrat sondern im Gegenteil, sie macht uns souverän und verleiht uns Entscheidungs- und Handlungsfreiheit, wo wir sonst nur im Affekt um uns schlagen. In Zusammenhang mit der “Metta-Meditation, die diese Haltung der Freundlichkeit übt, bin ich im Wikipedia auf ein Bild gestoßen, dass eine schöne Metapher  ist: Buddha besänftigt einen wütenden Elefanten. Mir begegnen so viele wütende Elefanten im Laufe eines Tages, vor ihnen weg zu laufen oder sie anzufeuern ist so einfach. Auf sie einzuwirken, dass sie “runter kommen” – das ist die große Kunst.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Weg mit den Ausrufezeichen!

Gestern kam da eine Mail, da schreit mich jemand in einem Satz mit vier Ausrufezeichen an!!!! Und dann gleich noch mal!!!! Liebe gute Frau: Wie wäre es, wenn wir einfach nur mal die Sachen so darstellen würden, wie sie sind? Ohne Hinzufügung. Ohne Weglassung. Ach, wieviel weniger Aufregung. Wieviel weniger Widerstand. Harmonie und Frieden. Es ist doch Advent.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar